05 Jan

IP-Addressen aufgebraucht – für IPv6 schlägt die Stunde

Seit anfang Februar wurden die letzten freien Adressräume vergeben und seit dem 15. April sind die IP-Adressen endgültig unter den Anbietern aufgebraucht. Nun erfolgt der Schrittweise-Umstieg von IPv4 (Einführung 1981) zu IPv6 (Einführung 1998).
Nachdem nun keine IP-Adressen des IPv4 Protokolls mehr zur Verfügung stehen, werden ab sofort nur noch IPv6 Adressen verteilt. Schrittweise werden außerdem die festen IP-Adressen von Bestandskunden bei den Providern auf IPv6 umgestellt. Ab Ende des Jahres sollen dann auch die IP-Adressen der Privatkunden umgestellt werden.
IPv4 war mit seinen 4,3 Milliarden Adressen nie auf eine solche Vernetzung von Geräten ausgelegt. Ursprünglich war das IPv4 Protokoll in den 70er und 80er Jahren für einen Verbund aus Rechnern von Forschungsinstituten vorgesehen. Damit wäre der Adressraum groß genug gewesen. Da jedoch heutzutage nicht nur Forschungsinstitute das Protokoll nutzen, sondern auch Geschäfts- und Privatpersonen und diese auch noch mehrfach ist der Adressraum zu klein. Denn fast alle modernen Geräte sind heutzutage mit einem Netzwerkanschluss oder mit einem Funknetz welches IPv4 nutzt ausgestattet.
Zukünftig soll jedes Gerät eine eigene IP-Adresse haben, so dass es über Software fernsteuerbar ist. Wodurch die Anzahl der benötigten IP-Adressen auch weiterhin steigen wird. Deshalb hatte man schon 1995 mit der Entwicklung von IPv6 begonnen, welches dann 1998 veröffentlicht wurde.

Mit IPv6 soll die Adressknappheit endlich ein Ende haben. Denn mit Sextillionen Adressen stehen nicht zu befürchten, dass die Adressen in nächster Zukunft ausgehen.